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Dieser Abwärtstrend ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Arbeitgeber die Arbeitgeberverbände verlassen oder alternativ in ihnen bleiben, ohne an die von ihnen unterzeichneten Vereinbarungen gebunden zu sein (sogenannte OT-Mitgliedschaft), sowie darauf, dass neue Unternehmen entstehen und bestehende verschwinden. (Neue Unternehmen sind seltener an Vereinbarungen auf Branchenebene gebunden als bestehende.) Der Rückgang der Berichterstattung scheint in Ostdeutschland gestoppt zu haben, wo er seit 2012 weitgehend stabil geblieben ist, aber er hat sich in Westdeutschland fortgesetzt, wo die Gesamtverhandlungsabdeckung 2018 um 4 Prozentpunkte niedriger war als 2012. [7] Bereits 1993 führten die Tarifparteien in der ostdeutschen Metallindustrie eine „Härtefallklausel“ ein, die es Unternehmen mit immensen wirtschaftlichen Problemen erlaubt, ihre Mitarbeiter für einen begrenzten Zeitraum unter dem im Tarifvertrag (DE9703205F) festgelegten Mindestlohn zu bezahlen. Die Entscheidung, Härtefallklauseln in Anspruch zu nehmen, liegt bei den Sozialpartnern und muss vom Unternehmen in eine umfassende Sanierungsstrategie integriert werden. Während der Laufzeit einer Härtefallvereinbarung müssen Arbeitgeber auf Entlassungen verzichten. Betriebsräte können auch über Bereiche verhandeln, die unter Tarifverträge fallen, in denen der Vertrag selbst eine sogenannte „Öffnungsklausel“ enthält, die es dem Betriebsrat ausdrücklich ermöglicht, über das Thema zu verhandeln. Die Ergebnisanalyse des Regionalen Innovationsanzeigers (RIS) des Freistaates Sachsen (NUTS1) wurde auf Kreisebene (NUTS2) durchgeführt. Sachsen besteht aus drei Landkreisen: Dresden, Chemnitz und Leipzig. Laut Regional Innovation Scoreboard 2019 zeichnen sich die drei Bezirke durch unterschiedliche Rankings aus. Dresden gilt als „Innovationsführer“, Chemnitz als „Starker Innovator“ und Leipzig als „Strong + Innovator“ . In Leipzig und Chemnitz ist die Innovationsleistung im Laufe der Zeit gestiegen, in Dresden sogar gesunken. Laut RIS 2019 sind sowohl Dresden als auch Leipzig bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung im öffentlichen Sektor und internationale wissenschaftliche Co-Publikationen herausragend.

Dresden stellt 148 % des deutschen Durchschnitts und 175 % des europäischen Durchschnitts, und Leipzig stellt 133 % des deutschen Durchschnitts und 158 % des europäischen Durchschnitts, was die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im öffentlichen Sektor betrifft. Die internationalen wissenschaftlichen Kopublikationen machen 133% des deutschen Durchschnitts und 138% des europäischen Durchschnitts in Dresden und 138% des deutschen Durchschnitts und 158% des europäischen Durchschnitts in Leipzig aus.