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Fügen Sie Niedersachsen zu Ihrem Kalender hinzu, indem Sie den Niedersachsen-Kalender von OfficeHoliday mit iCal, dem Standardkalenderformat, abonnieren. Am 18. März weitete Deutschland seine Reisebeschränkungen auf EU-Bürger aus Italien, der Schweiz, Dänemark, Luxemburg und Spanien aus, die bis dahin per Flug oder Schiff anreisen konnten. [189] Deutschland erhielt aufgrund bilateraler Abkommen noch Flüge aus dem Iran und China, obwohl das deutsche Verkehrsministerium zwei Tage zuvor erklärt hatte, von dort aus Passagierflüge zu verbieten. Die Passagiere wurden nicht auf das Virus getestet und ihre Temperaturen wurden nicht aufgrund fehlender verwaltungstechnischer Anordnungen genommen. [190] Der Leiter des Robert-Koch-Instituts warnte, dass die Zahl der Infizierten in zwei Monaten auf bis zu zehn Millionen ansteigen könnte, wenn die sozialen Kontakte nicht deutlich reduziert würden, und forderte, dass in allen direkten Kontakten ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden müsse. Die Regierung begann, Tausende von deutschen Reisenden, die in Nicht-EU-Ländern gestrandet sind, mit Charterflügen zurückzubringen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben sich verpflichtet, alle mit der Krise verbundenen Kosten ohne Einschränkung zu übernehmen. [189] In mehreren Teilen Deutschlands wurden weiterhin neue Ausbrüche in Erstaufnahmeeinrichtungen (in mehreren Bundesländern Ankerzentren genannt) und andere Unterkünfte für Flüchtlinge gemeldet. Am 21. Mai wurden 137 von 580 Bewohnern eines Ankerzentrums im bayerischen Geldersheim gemeldet. Mehrere Dutzend Anwohner hatten am 18.

Mai wütend gefordert, die bis dahin über sieben Wochen andauernde Quarantäne aufzuheben. Ein Sprecher der Bezirksregierung Unterfranken äußerte Verständnis für die Proteste. [272] Bundeskanzlerin Merkel und die Landeshauptleute gaben zunächst „starken Rat“, ab dem 20. April in der Öffentlichkeit Gesichtsmasken zu tragen. Sachsen machte es von diesem Tag an verbindlich, Sachsen-Anhalt folgte ab dem 23. April und (der Rest) Thüringen ab dem 24. April, dann stimmten die Landeshauptleute schließlich der Pflicht zu, so dass die meisten anderen Bundesländer ab dem 27. April folgten, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, das ab dem 29. April Anforderungen einführte, und Berlin, wo Geschäfte zunächst ausgeschlossen waren, dann aber ab dem 29.

April aufgenommen wurden. [234] Bis zum 26. Juni 2020 meldete das RKI offiziell 194.399 Fälle, 9.024 Todesfälle und rund 177.100 Genesungen. [4] Die niedrige Todesrate des Landes im Vergleich zu den Todesraten in Italien und Spanien hat zu einer Diskussion und Erklärungen geführt, die die höhere Anzahl der durchgeführten Tests, die höhere Anzahl verfügbarer Intensivbetten mit Atemschutzunterstützung und einen höheren Anteil positiver Fälle bei jüngeren Menschen anführen. Deutschland ist offiziell in eine Rezession eingetreten, da seine Wirtschaft im ersten Quartal 2020 um 2,2% geschrumpft ist. [286] Am 10. März kündigte Kanzlerin Merkel an, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Deutschen das Virus bekommen würden, eine Schätzung, die der Chefvirologe der Charité, Christian Drosten, bereits neun Tage zuvor gemacht hatte. [148] [149] Als Reaktion auf ein generelles Veranstaltungsverbot mit mehr als 1.000 Teilnehmern kündigte die Deutsche Eishockey Liga DEL die sofortige Absage der Saison 2019/2020 an und der Meistertitel bleibt vakant. [150] Mehrere Spiele der Fußballligen, darunter Bundesliga-Derbys, würden hinter verschlossenen Türen ausgetragen, ein Premiere in der 57-jährigen Geschichte der Bundesliga.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) widersprach und sagte, Massenveranstaltungen sollten nicht vorsorglich abgesagt werden und erwarteten, dass das ausverkaufte Fußballspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am 14. März nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden werde. [152] Am 4. März 2020 meldete Mecklenburg-Vorpommern drei Fälle. [40] Bereits im Januar 2020 wurde der Deutsche Bundestag umfassend über die Gefahren der weltweiten Ausbreitung einer Coronavirus-Pandemie informiert.